SfA - Saarland für Alle e.V.
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Zwischen den Religionen

DIE RELIGIÖSE PLURALITÄT IN DER GESELLSCHAFT IST EINE BEREICHERUNG, 

IST DER ISLAM AUCH EINE BEREICHERUNG ?

 

Vier bis fünf Millionen Muslima und Muslime leben in der Bundesrepublik Deutschland, das entspricht mehr als 5 Prozent der Bevölkerung.

Mit Beginn der Arbeitsmigration nach Deutschland spielte sich das muslimische Leben in den Hinterhofmoscheen, isoliert, abseits der Öffentlichkeit, ab. Dies waren praktisch die einzigen Treffpunkte der Menschen einer Weltreligion ( ca. 1,8 Milliarden ) . Manche dachten mit Recht, dies wären die konspirative Treffpunkte.

Die Kinder, die Enkelkinder machen es anders. Sie zeigen eindeutig , dass sie ein Teil der Gesellschaft sind und gleichberechtigt an dem gesellschaftlichen Leben teilnehmen möchten, obwohl die Politik denen die elementare Menschenrechte z. B das Wahlrecht verweigert.

Alle Menschen in der BRD können, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion und Weltanschauung ihre Grundrechte und Teilhabemöglichkeiten gleichberechtigt wahrnehmen . So sieht das Grundgesetz das auch vor.

Wandern die Menschen, so wandert ihre Religion mit. Der Islam ist seit Beginn der Anwerbung des vergangenen Jahrhunderts nach Christentum zweite größte Religion in der BRD. Auch bekennen sich viele Menschen ohne Migrationshintergrund zu Islam, ca. 70.000.

Das deutsche Religionsverfassungsrecht stellt eine tragfähige Grundlage dar, um die religiöse Pluralität zu gewährleisten. Sogar unser Grundgesetz verpflichtet den Staat zu religiösen und weltanschaulichen Neutralität. Allen Religiösen Gemeinschaften steht die Gleichberechtigung zu.

Sehr oft, in den Medien erfahren wir, dass die Muslimen und Muslima sich nicht anpassen wollen und nicht können. So was ist absurd. Wir müssen ganz deutlich zwischen Traditionen und Religion unterscheiden. Manche Gewohnheiten der Muslima und Muslimen sind rein traditionell. Manche Traditionen können und müssen sich verändern. Wenn man die rechtliche Gleichstellung als logische Folge einer erfolgreichen Integration sehen will, so müssen die Muslimen und Muslima bereit sein, sich mit ihren manchen Traditionen auseinander setzen, damit ihre Religion in das deutsche Religionsverfassungsrecht aufgenommen wird. Einst darf nicht vergessen werden :

Das Grundgesetz besagt: die Würde des Menschen ist unantastbar.

In Islam haben die Männer und Frauen gleiche Rechte, sogar in manchen Bereichen und Fällen haben die Frauen mehr rechte als die Männer. Die Religion darf nicht als Machtpolitik missbraucht werden. T Toleranz ist A und O von beiden Seiten, was wir bis jetzt leider vermisst haben.

Jede/r sollte seine Religion wechseln können, da müssen wir auch T aufbringen. Es sind ca. in BRD z.Z  70.000 Menschen ohne Migrationshintergrund, die zu Islam konvertiert sind. Wie wir es gerne sehen, wenn jemand Islam übernimmt, so können auch Ex-Muslime andere Religionen annehmen dürfen, nach freier Entscheidung. Es ist zu wissen, dass es in Islam missionieren untersagt ist.

Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, die Rechte der Minderheiten müssen immer berücksichtigt werden , Antisemitismus und Rassismus dürfen niemals geduldet werden. Hierzu erwarten wir von der Politik einen großen Beitrag.

Wie jeder Mensch, brauchen die Muslimen auch den Akzeptanz, zumindest im religiösen Bereich.

Da müsste die Politik richtig handeln und Deutsche Islam Konferenz ( DIK ) regelmäßig einberufen

und alle Religionsgemeinschaften einladen und Verbände einladen. Daran sollten alle Vertreter aller

Parteien teilnehmen. Die Bundesregierung hat zuerst 2006 und danach 2010 DIK einberufen und danach nicht mehr. Islam ist in der BRD und Europa zweite große Religion.Die islamische Gemeinschaften sollten im Sinne des Grundgesetzes anerkannt werden. So haben wir dann die Legalität erreicht, welche für den Integrationsprozess sehr wichtig ist. Außerdem würden wir dann den Weg der rechtsextremen Parteien und Organisationen blockieren. Wie es uns bekannt ist, erreichen die Rechtsextremisten einen signifikanten Teil unserer Gesellschaft. Natürlich müssen wie die Aussagen von Thilo Sarrasin „ die Muslime wären genetisch integrationsunfähig „ . Solche Aussagen müssten per Gesetz unterbunden werden, oder ?

Wie negativ diese Aussage den Integrationsprozess beeinflusst, überlassen wir Ihnen.

Trotz allem, fühlen sich die Mehrheit der Muslime in der BRD wohl und halten sich an das Grundgesetz. Es ist ja eine gesellschaftliche Aufgabe, gegen alle menschenfeindliche Einstellungen anzutreten: sei es Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Homophobie.

Wir brauchen Fachkräfte, die in den Schulen in Islamunterricht unterrichten, 77 % der Muslime wollen das auch. Ferner müssen Imame ausgebildet werden. Sehr wichtig wäre es, dass die Imame die deutsche Sprache beherrschen, dann wären sie bereit, in den anderen Religionsgemeinschaften anzutreten und das wahre Gesicht des Islams zu erklären. Ferner sollte Ethikunterricht parallel zum Religionsunterricht laufen.

Wir berichten über Islam, um die Bevölkerung zu informieren, wir kritisieren alle terroristische Handlungen, sie haben mit Islam nichts zu tun und sie sind keine Muslimen, die Menschen töten. Es steht wort wörtlich im Koran:  wer einen Menschen tötet, bleibt ewig in der Hölle, wer einem Menschen das Leben rettet, bleibt ewig im Paradis.

Wir distanzieren uns von allen Terrorakten und glauben daran, alles mit Liebe statt mit Hass, zu erreichen.

Es ist natürlich fraglich, warum gerade nach dem Absturz des Kommunismus Islam als Feindbild nach vorne gerückt ist. Müssten Manche ein globales Feindbild haben? dieses künstlich vorbereitetes Islambild-Islamophobie erschrecken die Bürgerinnen/Bürger, was sind die Ziele dieser Manchen? Weltweit lehnt die Mehrheit der Muslime alle Terrorakten ab. Also die ISS kann ja kein Vertreter vom Islam sein und wegen einer solchen Organisation ( wer sie und wann gegründet hat, von wo bekommen sie die Waffen und die finanzielle Unterschützung das sind auch  legitime Fragen, über die wir lange diskutieren müssen ) sollte der Islam nicht als böse Religion dargestellt werden. Wir kennen den Islam ganz anders.

 

     

 

           HAT TRADITIONSMORD = EHRENMORD MIT ISLAM ZU TUN ?

 

Bevor man über dieses Thema diskutiert, sollte man den Begriff „ TRADITION „ definieren. Der Begriff stammt aus dem türkischen und ist falsch übersetzt worden. Nämlich im türkischen heißt das „ TÖRE CINAYETI „ auf Deutsch übersetzt:

 TRADITIONSMORD . Ist die Wissenschaft nicht in der Lage, diesen Begrif richtig zu übersetzen? In der BRD leben ca.3,5 Millionen türkeistämmige BürgerInnen, von denen genügende SozialwissenschaftlerInnen sich mit dem Thema beschäftigen und zahlreiche Studenten/Innen, die Kompetenzen besitzen. Sollten wir meinen, dass die Wissenschaft versagt hat,also sie ist unfähig oder sind andere latente Gründe vorhanden, über die man nicht reden sollte ?.  

Die Todesstrafe wegen sexueller Vergehen ist seit den Zeiten des antiken Babylon ( 1700 v. Chr. ) bekannt. Die Blutrache, die in Deutschland im 15. Jahrhundert sein Ende fand, ist durch Migranten vor allem aus dem Nahenosten hierher importiert worden. Diese ist mit der Fremdartigkeit im Denken und Verhaltensweisen der abendländlichen Vorstellungen verbunden.

EHRE ist Achtungswürdigkeit einer Person, sie kann jemandem als Mitglied eines Kollektivs zuerkannt werden, das öffentliche Ansehen, das jemand aufgrund der Werte seiner Person und seines Handels besitzt ( er wollte sich rechtfertigen, da seine Ehre auf dem Spiel stand ) oder aber Wertschätzung, Respekt ( wir haben uns heute zu Ehren seines Geburtstages versammelt, oder ihr zu Ehren wurde ein großes Fest ausgerichtet, wenn du auf deiner Ehre bestehst, gehe zu keiner politischen Partei, Schulden zahlen ist eine Ehrensache u s w ). Also die Ehre beinhaltet unterschiedliche Werte. Das Gegenteil ist SCHANDE. In verschiedenen Kulturen hat sie unterschiedliche Bedeutungen.

Was versteht man unter Ehre in der Türkei,  im Orient und in allen islamischen Ländern   ?  ist sie eine Beziehung zwischen Mann und Frau ?  So müssen uns mit der Ehre der Frau und des Mannes auseinandersetzen. 

Im Wertesystem vieler traditionell streng patriarchaler hängt die " gesellschaftliche Ehre " der Männer in einer Familie auch vom normgerechten Verhalten ihrer weiblichen Angehörigen ab. Die Traditionsmorde richten sich  primär gegen Frauen, Männer werden auch Opfer anderer traditioneller " Ehrenverbrechen "  wie  BLUTRACHE. 

Als Verletzung " DER SITTLICHEN EHRE " gilt, wenn eine Frau, die in ihrem Geschlecht auferlegten Regeln und Normen verletzt, z.B eine außereheliche sexuelle Beziehung eingeht oder im Verdacht steht, dies getan zu haben.

Die Ehre ist eine Beziehung, die in vielen Bereichen benutzt wird. Die Ehre des Mannes hat in vielen Bereichen unterschiedliche Bedeutungen: wenn ein Mann in schlechten Zeiten einem anderen Mensch hilft, so ist er ehrenhaft.

Wenn jemand stiehlt, über andere Lügen verbreitet, schlechte Dinge erzählt, deren Ehre verletzt, so ist er ohne Ehre, ohne Ansehen. Die Ehre des Mannes kann beschmutzt werden, wenn jemand von außen seine Frau belästigt, beschmutzt und angreift. Der Mann ist dann ohne Ehre, wenn er dagegen nichts tut. Manche Frauen sagen: was hat der Mann mit meiner Ehe zu tun, ich kann mich selbst verteidigen. Die Ehre gilt auch für Frauen, von manchen wird die Ehre als Männlichkeitsbegriff interpretiert. Die Ehre der Frau: wenn sie bis zu Heirat ihre Jungfräulichkeit behält und während der Ehe dem Mann treu bleibt. Also für den Mann hängt die Ehre von der Frau ab, also die Männer kontrollieren die Sexualität ihrer Frauen, Töchter und Schwester. Bei den " Traditionsmorden " werden die Verletzung der Jungfräulichkeit, Beschmutzung des Rufes der Familie sehr stark berücksichtigt. Man kann sagen, dass es sich dabei um Macht und Kräfteverhältnisse handelt, um Frauen zu schützen. Wer sie nicht verteidigen kann und will, so ist er kein Mann. Also der Mann muss in der Lage sein, zu kämpfen.

Ehrenverletzung: es reicht schon, wenn die Frau nach von UNO garantierten Menschenrechte leben würde.

Der Mann und seine Familie sind auch in diesem kulturellen Verständnis dann " ENTEHRT " , wenn:

- eine Frau sich weigert, einen von der Familie ausgesuchten Mann zu ehelichen Leben nicht akzeptiert.

- eine Frau sich von ihrem Mann trennen will, wenn sie auch von ihm misshandelt wird.

- eine Frau nach der Scheidung wieder nicht zu den Eltern  zurückkehhrt.

- eine Frau eine außereheliche Beziehung zu einem Mann unterhält.

- eine Frau unverheiratet schwanger wird.

- eine Frau vergewaltigt wird, oder Opfer von Inzest wird.

In diesen Kulturen geht es weniger darum, die Frau, die Schande über die Familie gebracht hat, zu bestrafen, sondern eher darum, den " Fleck " den " Schmutz " aus der Familie zu entfernen. Das Ziel eines Traditionsmordes ähnelt also dem einer Verstoßung, einem Reinigungsprozess. Die übergetragene Sitten aus den Heimatländern machen natürlich der Justiz in der BRD eine zusätzliche Arbeit.BKA spricht von 55 Tötungsdelikten in 8 Jahren in der BRD ( schätzungsweise sind vielmehr 

Tötungsdelikten, die von den Familien vertuscht werden ). 

Laut dem kurdischstämmigen Politiker ( Giyasettin SAYAN ) stammen die meisten Täter und Opfer in der BRD vorgekommenen Traditionsmorden aus dem östlichen und Süd-Östlichen Teil der Türkei, diese Gebiete hatten ihre alte Stammesstrukturen über Jahrtausende bewahrt. Nach ( Pierre Bourdieu ) : Entwurf einer Theorie der Praxis auf der ethnologischen Grundlage der kabylischen Gesellschaft, Ffm 1979 , haben doch die Traditionsmorde mit den Strukturen der Gruppen, der Kabylen eng zu tun. Diese Strukturen sind ja nicht von Heute auf Morgen entstanden, sondern jahrelange Gewohnheiten, die Macht der Männer ( Männergesellschaft ) den Frauen gegenüber dominierend sind, hat mit Islam absolut nicht zu tun. Wenn jemand das behauptet, so müsse er/sie dies im Koran zeigen.

Nach ( Dagmar Burkhart: Eine Geschichte der Ehre, Darmstadt, 2006 ), und nach (Simon Meierzen: Beleidigungen. Eine Untersuchung über Ehre und Ehrverletzung in der Alltagskommunikation, Aachen 2007, kann man sich überzeugen, dass die Traditionen veränderbar sind, dazu braucht man einen langen Weg, der ständig mit der Bildung in Verbindung stehen soll.

Nach einer Untersuchung steht es fest, dass Türken mit höherer Bildung, aus urbanem Umfeld oder  mit einem individualistischen Lebenskonzept vertraten laut Studie hingegen in mehreren Interviews unterschiedliche,andere Ehrkonzepte, in denen die Kontrolle über weibliche Sexualität nicht im Mittelpunkt stand.  Sie verbanden ihren Ehrbegrif  teilweise mit ihrem Staat, Aufrichtigkeit, Fairness, Selbstrespekt, Offenheit, Selbstverantwortung oder generellem zwischenmenschlichen Anstand. Der traditionelle sexualitätszentrierte Ehrbegriff wurde von Ihnen teilweise kritisch hinterfragt oder ganz abgelehnt.

Im Jahre 2008 stellte die UNDP-Studie " Human Development Report-Youth in Turkey " fest, dass vor allem in den ländlichen Gebieten der Türkei jedes Jahr hunderte von Frauen sterben, um die angeblich verletzte Ehre ihrer Familien zu rekonstituieren. Die Frucht, dass die Ehre eines Mädchens in irgeneinerweise " berührt " wurde, ist hierbei nicht nur die Grundlage für Traditionsmorde, sondern auch für Kinderheirat. Nun steht fest, dass die Bildung A und O ist und diese Probleme nur mit der Bildung zu tun hat und NICHT MIT ISLAM.

Wie lange das in Deutschland gedauert hat ist ja nachvollziehbar, bis diese Morde ausradiert waren. Nach manchen Wissenschaftlern würde eine Multikulti-Gesellschaft in der BRD nicht existieren, sondern, dass viele Migranten  in einer hermetisch abgeschlossenen Paralellgesellschaft ( GETTOS ) leben, die von den Traditionen des Herkunftslandes bestimmt wird. Das soziale und religiöse Umfeld beeinflusst die Familie sehr, dieses Umfeld ist größer als bislang gedacht wurde. Wenn wir die Seperationen berücksichtigen, so stellen wir fest, dass doch viele Menschen in Ihren Gettos die Traditionen der Heimatländer erleben und weiterentwickeln. Die Frage lautet: wie können wir gemeinsam diese

Traditionen ändern ? Eine Zusammenarbeit mit den MigrantenInnen ist die Voraussetzung, auf dem richtigen Weg diese Traditionen zu verändern. Natürlich hat die Politik des Heimatlandes die Verpflichtung, auch seine BürgerInnen aufzuklären und im Bildungssystem in der Ethik und Religion diese Problematik aufzuarbeiten. Damit sollte man in den früheren Alter unserer Kinder in den Heimatländern als auch in der Aufnahmegesellschaft anfangen. Alleine Strafmaßnahmen lösen  das Problem nicht.

                                                          RECHTLICHE SITUATION

Die Strafgesetzgebung in der BRD unterscheidet bei den vorsätzlichen Tötungsdelikten u. a. zwischen Totschlag und Mord.

Als Totschlag gemäß § 212 StGB wird die vorsätzliche Tötung bezeichnet; sie ist mindestens mit 5 Jahren Freiheitsstrafe bedroht. Eine vorsätzliche Tötung ist dann als Mord gemäß § 211 StGB mit lebenslanger Freiheitsstrafe zu bestrafen, wenn ein sogenanntes Mordmerkmal vorliegt. In der Türkei werden diese Traditionsmorde seit 2005 mit Gesetzen bis zu lebens-

langen Freiheitsstrafen bestraft, vor allem, wenn jemand Jugendlichen instrumentalisiert, in solchen Fällen bekommen die

Drahtzieher bis zu lebenslangen Haftstrafen. So einen Fall hatten wir leider in München, wo der Vater den jüngeren Sohn

( < als 18 Jahre alt war ) instrumentalisiert hatte, die ältere Tochter ( sie war seine Lieblingsschwester ) zu töten. Sie kam davon mit einer Verletzung am Bein mit Messerstichen weg. Sie hat es ihm verziehen, weil sie auch wusste, dass er von dem Vater instrumentalisiert wurde. So bekam er eine Jugendstrafe. Als er aus dem Gefängniss entlassen wurde, wurde er wie ein Held gefeiert.In manchen islamischen Ländern ( ! ) , wie z.B in Jordanien und Pakistan werden die Mörder manchmal sehr mild bestraft, sogar hat das jordanische Parlament es abgelehnt, die Gesetze zu verschärfen. Wie sieht das in Saudi-Arabien aus ? Am liebsten reden wir nicht darüber. 

Der Grund der sog. Ehrenverletzung war, dass die Tochter  sich von ihrem Ehemann hat scheiden lassen und hat sich eine eigene Wohnung in München genommen und wollte nicht bei der Familie weiterhin wohnen. EHRVERLETZUNG ?

Bis weit in die 90er Jahre wurden Ehrenmorde nicht als Menschenrechtsverletzungen behandelt. sondern wurden Sie als

" normales Verbrechen " betrachtet. Es kam später starken Druck von manchen Organisationen, " TERRE DES FEMMES ".

Diese Organisation began im Jahre 2005 mit einer zweijährigen Kampagna: Nein zu Verbrechen im Namen der Ehre. 

Ähnliche Aktionen wurden in NRW durch das Familienministerium getätigt.

In der Aufnahmegesellschaft haben alle BürgerInnen die Aufgabe/Verpflichtung, mit den Menschen aus anderen Kulturkreisen stammen und dieses Problem haben, eng zu kommunizieren, es ist natürlich nicht einfach. Wir können es einfacher machen, in dem wir mit diesen Menschen in gleicher Augenhöhe reden, vor allem müssen wir von der Leitkultur Abschied nehmen und soll gemeinsame Lernkultur erreicht werden. Die beiden Kulturen - Ressourcen und Erfahrungen-

müssen in einem kreativen Prozess einfließen können. Denn wir beobachten und es wird deutlich, dass "die Interkulturalität "

sehr stark auch von Fähigkeiten der MigrantenInnen  geprägt wird, sich in der neuen Realität eine neue Identität zu verschaffen. 

Die Frage ist: wie weit werden die Menschen der Gastgebergesellschaft sich in der wachsenden Vielfalt öffnen ?, dies ist einen entscheidende Faktor für den Erfolg der Interkulturalität.

Drohungen, Druck und Sanktionen, die von Zeit zu Zeit  von der Politik formuliert werden, klingen wie hilflose Ausdrucke einer verfehlten Politik. Immer wiederholen wir " SfA - Saarland für Alle " , dass die Probleme, die auch von den Traditionen abhängig sind, nur durch die Bildung zu lösen sind. Denn jeder Mensch ist in der Lage, was neues zu lernen.

Diese Möglichkeit soll ihnen angeboten werden. Wenn in vielen Ländern ( muslimischen Ländern ) das Analphabetismus stark vertreten ist, so ist die Kommunikation sehr erschwert und die Manipulation dieser Menschen sind sehr leicht.

TRADITIONSMORDE HABEN MIT ISLAM NICHTS ZU TUN. SELBST IM KORAN STEHT ES GANZ DEUTLICH,

DASS DAS TÖTEN  UNTERSAGT IST , MORD UND SELBSTMORD  SIND SCHWERE SÜNDEN. DER PROPHET MOHAMMED HAT KEINE ANGRIFSKRIEGE DURCHGEFÜHRT, DAS ZEIGT EINDEUTIG, DASS ER  DAS TÖTEN VERMIEDEN HAT. 

 

                                                               

 

                                                                  ZWANGSEHE

Darunter versteht man eine Eheschließung, die gegen den Willen eines oder beider Partner ( ! ) stattfindet- im Unterschied zur arrangierten Heirat, die zwar vom Verwandten, Bekannten, Freunden veranlaßt oder von Ehevermittlern arrangiert wird, aber im Einverständnis mit den Partnern stattfindet. Eine weitere Form der Zwangsehe ist die Kinderheirat, da sie vor dem Erreichen der Ehemündigkeit beider Ehepartner abgeschlossen wird.Im öfteren erleben wir in der Kinderheirat, dass die Alter der minderjährigen Kinder per Gerichtsurteile geänder wurden. Nun ist das per Gerichte nicht mehr erlaubt ( in der Türkei ). Die Frage ist, hat man damit das Problem gelöst ?.Mit Sicherheit nicht

Die einzige Lösung erreicht man durch die Bildung. Wo Menschen mit geringer oder keiner Bildung sind,ist die Zwangsheirat im öfteren zu beobachten, so haften sie an ihren Traditionen, nach denen wäre alles in Islam erlaubt und das wäre das richtige. Zu diesen Ergebnissen kommen wir leider immer wieder, wenn wir unsere empirische Untersuchungen fortsetzen. Bei manchen Gruppen, die besondere Strukturen innehaben, ist es verdammt schwierig, diese Traditionen durchzubrechen, weil sie öfters in den Diskussionen sehr emutional werden, obwohl von uns großen Toleranz aufgebracht wird. Diese Probleme kennen wir ja aus den Heimatländern, sie sind leider auch hierher exportiert worden.Die Religion übernimmt in diesen Gesellschaften oft die Funktion, eine bestehende Tradition zu rechtfertigen; natürlich gibt es aber

auch entgegengesetzte Tendenzen. Zwangsheiratungen sind bis heute in islamischen und hinduistischen Gesellschaften verbreitet, aber auch aus jesidischen, buddhistischen und christlichen Gesellschaften Fälle bakannt. In der BRD wurden insgesammt ca.60 Fälle von Zwangsheirat polizeilich bearbeitet. Die Betroffenen werden aus Angst vor einer Eskalation im Familienverband keine Hilfe und Unterschützung in Beratungsstellen suchen. Deswegen würden die dunkele Ziffern viel höher liegen.

Wir glauben, dass die Zahl der Zwangsheiratsopfer viel höher liegen. Betroffen sind nicht nur die Frauen, sondern auch Männer. Viel mehr Männer wagen es nicht über ihr Unglück zu reden, als die Frauen. So sind Fälle aus Berlin uns bekannt. Bei den Beratungsstellen sind in Deutschland im Jahre 2008 insgesammt 3500 Zwangsheiratung Betroffene in 830 Beratungsstellen erfasst wurden. Ca. 60 % von denen drohte

eine Zwangsverheiratung, in den anderen Fällen war diese bereits geschlossen.Ein Teil wurde dabei mehrfach erfasst, da schätzungsweise

14-43 % der Betroffenen mehrere Einrichtungen aufgesucht hatten. Viel mehr passieren die Fälle in Berlin, da dort im Bundesdurchschnitt

meistens MigrantenInnen aus islamischen Gesellschaften leben. Der Berliner Arbeitskreis gegen Zwangsverheiratung ermittelte für

das Jahr 2013 ca. 460 Fälle, die in Berlin bekannt wurde. Eine Dunkelzieffer unbekannter Fälle kann man sich vorstellen.

Von verschiedenen Bundesländern werden Fälle bekanntgegeben, die leider der Realität nicht entsprechen. 

DIESES THEMA,  ALS AUCH TRADITIONSMORDE SOLLEN IM ETHIKUNTERRICHT IN ALLEN SCHULEN IN DER  BRD EINGEFÜHRT WERDEN, UM EINEN GEMEINSAMEN KONTEXT ZU ERREICHEN.

. Das Problem muss in der Aufnahmegesellschaft von allen Beteiligten bearbeitet werden, sowohl von den Einheimischen als auch MigrantenInnen. So kommt man wahrscheinlich zu einem gemeinsamen Konsens.In christlichen Europa hat es im Mittelalter die sogenannten Muntehe, eine Form der Zwangsehe, unter Adligen war,s die gebräuchlichste Form der Heirat, in zahlreichen Komödien von Molie´re kommt die Zwangsehe zur Sprache. Im 17. Jahrhundert in Europa war die Zwangsehe aus ökonomischen und familiären Gesichtspunkten vorhanden.Im 19. Jahrhundert kam es im Zuge von Europa ausgehenden christlichen Missionsarbeit zu Zwangsheiraten.So verheiratete z.B.

der deutsche Missionar Carl Hugo Hahn 1857 in Otjikango in heutigem Namibia zwangsweise seine Magd mit einem seiner Missionsgehilfen und drohte ihr, sie zu entlassen, sollte sie sich wigern. Zwangsheirat kommt unter christlichen Gruppen als auch griehisch-orthodoxen Glaubensgruppen vor. Die wichtige Frage wäre : ist die Zwangsheirat im Islam erlaubt ? Natürlich nicht. Darüber hören und lesen wir viele verschiedene Versionen, die die Menschen unsicher machen. DIE ZWANGSHEIRAT HAT MIT ALTEN TRADITIONEN ZU TUN UND NICHT MIT ISLAM.

 

 

 

 

Frau und Familie im Islam

In der allgemeinen Diskussion über den Islam ist immer wieder festzustellen, dass ein Großteil des Interesses dem Themenbereich "Frau im Islam" gilt. Die muslimische Frau mit Kopftuch oder gar Schleier, wie man sie hierzulande auf den Straßen, im Fernsehen oder auch in Zeitschriften als Blickfang für die Leser sieht, birgt für viele Menschen etwas Fremdes, Unbekanntes, Unnahbares. Aber noch mehr damit verbunden werden heutzutage auch Begriffe wie "Fundamentalismus", "Rückständigkeit" und "Unterdrückung".

Dass eine Frau mit Kopftuch oft belächelt, bemitleidet oder gar auf der Straße von Fremden angesprochen wird, kommt immer noch oft genug vor und ist eine traurige Tatsache, die hauptsächlich auf die negative und einseitige Berichterstattung der Medien sowie auf lange bestehende Vorurteile und Missverständnisse zurückzuführen ist.

Deshalb ist es wichtig klarzustellen, dass unter dem Kopftuch durchaus selbstbewusste, denkende Frauen stecken, die ein Recht darauf haben, ernstgenommen zu werden. Und dies umso mehr, wenn man bedenkt, dass in den letzten Jahren immer mehr deutsche Frauen zum Islam übergetreten sind. Die Gründe hierfür sind sicherlich vielfältig und oft auch sehr persönlich. Doch was bewegt eine "moderne, europäische Frau" dazu, sich einen Lebensweg zu wählen, der ihr angeblich Unterdrückung und Demütigung beschert? 

Dies sollen die folgenden Fragen klären. Sie informieren sachgerecht und kurz über das Thema "Frau im Islam" und sind eine Ergänzung zu der im Jahr 1994 zum ersten Mal im Cordoba Verlag erschienenen Broschüre "25 Fragen zum Islam", in der allgemeine Fragen zum Islam behandelt werden. 


1. Sind Mann und Frau im Islam gleichberechtigt?
2. Wie sieht die Aufgabenverteilung von Mann und Frau in der Familie aus?
3. Welche Rolle kommt einer muslimischen Frau als Mutter zu?
4. Gelten die religiösen Pflichten des Islam auch für die Frau? 
5. Kann eine muslimische Frau ihren Ehemann selbst auswählen?
6. Welche Bedeutung hat die Brautgabe im Islam?
7. Darf eine muslimische Frau einen Nichtmuslim heiraten? 
8. Wie ist die Erlaubnis zur Mehrehe im Islam zu verstehen?
9. Warum kann eine muslimische Frau nicht mehrere Männer heiraten? 
10. Darf ein muslimischer Mann seine Frau schlagen?
11. Kann eine muslimische Frau sich scheiden lassen?
12. Was geschieht im Falle einer Scheidung mit den Kindern? 
13. Warum tragen muslimische Frauen ein Kopftuch?
14. Hat eine muslimische Frau das Recht auf Bildung und Berufsausübung?
15. Ist die Frau im Islam erbberechtigt?
16. Welche Gültigkeit hat die Zeugenaussage der Frau im islamischen Recht?
17. Darf eine muslimische Frau in die Moschee gehen?
18. Welche Bedeutung hat Geschlechtertrennung im Islam? 
19. Warum beten die Frauen hinter den Reihen der Männer?
20. Darf ein muslimisches Mädchen eine intime Beziehung zu einem Jungen haben?  
21. Dürfen muslimische Mädchen am Turn- und Schwimmunterricht teilnehmen?
22. Kann sich eine muslimische Frau von einem männlichen Arzt behandeln lassen?
23. Kann eine muslimische Frau Maßnahmen zur Schwangerschaftsverhütung ergreifen? 
24. Ist Abtreibung im Islam erlaubt?
25. Was sagt der Islam zur Adoption?

Im Islam geht es darum, unter Berücksichtigung der Verschiedenheit der Geschlechter Gerechtigkeit zwischen beiden herzustellen. Daher hat Gott Mann und Frau bestimmte Rechte und Pflichten zugewiesen, die ihrer jeweiligen Natur gerecht werden. Wenn sie sich jedoch von ihrer Natur entfernen, kommt dies einer Gleichmachung nahe. Vor Gott sind beide gleich. Aber in ihrer Beziehung zueinander sind die jeweiligen Rechte des einzelnen unterschiedlich, wie ja auch Mann und Frau von Natur aus unterschiedlich sind. Grundsätzlich kann man sagen, dass sich die Rechte des einen aus den Pflichten des anderen ergeben und umgekehrt. 1. Sind Mann und Frau im Islam gleichberechtigt?  


Mann und Frau sind vor Gott einander ebenbürtig und gleichwertig. Im Koran wird an vielen Stellen betont, dass die Belohnung bzw. Bestrafung im Jenseits nicht vom Geschlecht abhängig ist. So heißt es z.B. in Sure 3, Vers 195: "Seht, Ich lasse kein Werk der Wirkenden unter euch verloren gehen, sei es von Mann oder Frau; die einen von euch sind von den anderen." Auch gilt z.B. die Pflicht, Wissen zu erlangen, für beide Geschlechter gleichermaßen. Innerhalb der Ehe sind Frau und Mann bezüglich ihrer Rechte und Pflichten in den Bereichen gleichgestellt, in denen sie von Natur aus gleich sind, Unterschiede gibt es da, wo Verschiedenheiten vorhanden sind. Bei den religiösen Pflichten beispielsweise gibt es für die Frau einige Erleichterungen, die mit ihrer Natur zusammenhängen (s. Frage 4). Und auch bezüglich des Erbrechts wird auf die Pflicht des Mannes als Versorger der Familie Rücksicht genommen (s. Frage 15).    
2.  Wie sieht die Aufgabenverteilung von Mann und Frau in der Familie aus?  

Dem Mann obliegt es, die Familie zu versorgen (Koran 4:34). Er ist vor Gott verantwortlich für das Wohlergehen seiner Familie. Eine Familie braucht Führung, so wie es auch in jedem Team jemanden geben muß, der letztendlich Entscheidungen fällt. Ein Ausspruch des Propheten (s) macht dies deutlich: "Die Vollkommenen im Glauben sind von den Gläubigen die Besten an Charakter und Benehmen, und die besten von euch sind die, die ihre Frauen am besten behandeln."  

Der Frau obliegt es, ihren Mann zu beraten und zu unterstützen, um gemeinsame Entscheidungen zu fällen. Die Frau ist die Person, welche die Kinder empfängt, in sich trägt, gebiert, stillt und erzieht; sie trägt die Hauptverantwortung für das Wohl der Kinder. Dies ist ihre wichtigste Aufgabe. Allerdings bedeutet das keineswegs, dass die Erziehung der Kinder ausschließlich der Frau überlassen bleiben soll, genauso wenig wie sie ihren Mann in seiner Aufgabe als Familienoberhaupt auf sich alleine gestellt lassen darf.  
3.  Welche Rolle kommt einer muslimischen Frau als Mutter zu?  

Im Islam hat die Mutter eine besondere Stellung. Vor allem in den ersten Jahren ist die Mutter die Hauptbezugsperson für das Kind. Durch das auch im Koran empfohlene Stillen (2:233) entsteht eine enge Beziehung. Der Koran erwähnt an einigen Stellen das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern und hebt die besondere Mühe der Mutter hervor, z.B. bei Schwangerschaft, Geburt und Stillen (31:14). Der Islam geht sogar so weit, dass die (geschiedene) Mutter für das Stillen der Kinder von ihrem Ehemann eine finanzielle Entschädigung verlangen kann (Koran 65:6). Welche große Bedeutung der Frau als Mutter zukommt, zeigt auch ein Ausspruch des Propheten Muhammad (s). Auf die Frage, wer es am meisten verdiene, gut behandelt zu werden, antwortete er dreimal "deine Mutter" und erst danach "dein Vater, dann deine nächsten Verwandten."   

4.  Gelten die religiösen Pflichten des Islam auch für die Frau?  

Die religiösen Pflichten, die beide Geschlechter vor Gott zu erfüllen haben - wie Gebet, Fasten, Armenabgabe oder Pilgerfahrt -, obliegen Frau und Mann gleichermaßen. Die Frau erfährt jedoch einige Erleichterungen in der Ausübung des Gebets und des Fastens. So ist sie z.B. während der Regelblutung und im Wochenbett vom Gebet und Fasten befreit. Das auf diese Weise versäumte Fasten muss sie zu einem späteren Zeitpunkt nachholen, die Gebete jedoch nicht.     
5.  Kann eine muslimische Frau ihren Ehemann selbst auswählen?  

Der Islam gibt der Frau bei der Eheschließung das Recht, selbst entscheiden zu können, wann und wen sie heiratet. Ohne die Einwilligung der Frau darf eine Ehe nicht geschlossen werden, und der Ehevertrag ist ungültig. Es ist eine weise Praxis unter Muslimen, die Familie in diese wichtige Entscheidung mit einzubeziehen. Sie gibt dem zukünftigen Ehepaar den nötigen Rückhalt und setzt sich in schwierigen Situationen für das Fortbestehen der Ehe ein. Anzumerken ist, dass die Frau das Recht auf Beibehaltung des Mädchennamens nach der Heirat hat.     
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6.  Welche Bedeutung hat die Brautgabe im Islam?  

Die Brautgabe (arab. al-mahr) ist keinesfalls mit einem Brautpreis gleichzusetzen, mit dem die Frau sozusagen erkauft würde. Sie wird nicht dem Vater der Braut, sondern der Braut selbst gegeben. In den meisten Fällen ist sie materieller Art, kann aber durchaus auch ideellen Wert besitzen. Der Islam gewährt der muslimischen Frau das Recht, von ihrem zukünftigen Ehemann diese sog. Brautgabe zu verlangen, deren Höhe sie selbst festlegen und über die sie frei verfügen kann (Koran 4:4). Dabei sollte die Frau natürlich die finanzielle Situation des Mannes berücksichtigen. Selbst im Falle einer Scheidung hat der Mann kein Recht darauf, die Brautgabe zurückzufordern (Koran 2:229).    

7.  Darf eine muslimische Frau einen Nichtmuslim heiraten?  

Ehe und Familie sind im Islam besonders geschützt, weil sie als kleinste Einheiten der Gesellschaft das Fortbestehen der Gemeinschaft sichern. Eine funktionierende Ehe bedarf einer Lebensgrundlage und Lebenseinstellung, die beiden Partnern gemeinsam ist. Deshalb ist eine Ehe zwischen muslimischen Partnern in jedem Fall vorzuziehen. Aus einer Beziehung zwischen andersgläubigen Partnern mit unterschiedlichen Weltanschauungen können Schwierigkeiten erwachsen. Z.B. ist eine Einigung in Fragen einer religiösen Kindererziehung schwieriger zu finden. Auch kann ein nichtmuslimischer Ehemann seine Frau z.B. bei der Religionsausübung einschränken. Daher darf eine muslimische Frau keinen Angehörigen einer anderen Religion heiraten. (Koran 2:221)   
8.  Wie ist die Erlaubnis zur Mehrehe im Islam zu verstehen?  

Im Islam gibt es die Erlaubnis der Heirat von vier Frauen, die jedoch an bestimmte Bedingungen geknüpft ist. Dies verdeutlicht ein Koranvers: "..., so heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, zwei, drei oder vier; und wenn ihr fürchtet, nicht billig zu sein, so heiratet eine (...). So könnt ihr am ehesten Ungerechtigkeit vermeiden"  (4:3). Die Forderung nach Gerechtigkeit und Gleichbehandlung aller Frauen ist also eine mit der Mehrehe eng verknüpfte Bedingung. Die praktische Umsetzung dieser Forderung von Seiten des Mannes wird sich wohl als äußerst schwierig erweisen (Koran 4:129). Dies hängt jedoch auch weitgehend von der Persönlichkeit des Mannes und der Frau(en) ab.

Durch die Mehrehe kann vor allem verwitweten oder geschiedenen Frauen eine Versorgung ermöglicht werden. Außerdem ist die Mehrehe, in der jede Frau die ihr zustehenden gleichen Rechte genießt, eine bessere Alternative zur Beziehung eines Mannes zu einer Geliebten, die keinerlei Rechte besitzt. Der Regelfall unter den Muslimen ist die Einehe, die eine menschliche Herausforderung für beide Ehepartner darstellt. Auch der Prophet, der den Muslimen als Vorbild dient, war mit seiner ersten Ehefrau 25 Jahre bis zu ihrem Tod allein verheiratet; und unter den Frauen, die er danach heiratete, war nur eine Jungfrau, die übrigen waren entweder verwitwet oder geschieden.     
9.  Warum kann eine muslimische Frau nicht mehrere Männer heiraten?  

Der Islam ist die Religion der natürlichen Veranlagung des Menschen. Die Heirat von Frauen mit mehreren Männern ist allgemein eine nur selten vorkommende Praxis. Daher kann man davon ausgehen, dass es auch nicht der Natur der Frau entspricht, gleichzeitig mit mehreren Männern verheiratet zu sein. So spricht sich auch der Islam dagegen aus. Ein wichtiger Grund liegt darin, dass der Mann verpflichtet ist, für seine Kinder zu sorgen (s. Frage 2). Bei mehreren Männern besteht die Gefahr, dass die Vaterschaft nicht eindeutig nachgewiesen werden kann. Dies kann dazu führen, dass sie sich entweder um die Kinder streiten oder aus der Verantwortung ziehen. Außerdem ist es nicht praktikabel, dass mehrere Männer als Familienoberhaupt fungieren.   
10.  Darf ein muslimischer Mann seine Frau schlagen?  

Dies ist ein mit Vorurteilen belastetes Thema, das sehr schwierig zu erklären ist  Die entsprechende Koranstelle hierzu lautet: "Und jene (Frauen), deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht gegen sie keine Ausrede." (4:34). Eine erste Erklärung kann der Offenbarungsgrund für diesen Vers sein: Eine Frau kam zum Propheten Muhammad (s) und bat ihn um Erlaubnis ihren Ehemann zurückschlagen zu dürfen, weil dieser sie geschlagen hatte. Der Prophet erlaubte es ihr als Vergeltungsmaßnahme. Nach diesem Ereignis wurde der obige Koranvers herabgesandt, worauf der Prophet (s) gesagt hat: "Ich wollte das eine, aber Gott wollte das andere - was Gott will, muss das Beste sein".

Hinter  dieser Entscheidung Gottes mag eine Weisheit  stecken, die zunächst selbst der Propheten Muhammad (s) nicht erkannt hatte. Der Koranvers macht deutlich, dass im Falle einer in größeren Schwierigkeiten steckenden Ehe der Ehemann diese drei Schritten auf jeden Fall einhalten muss: Ermahnung, Trennung im Ehebett und Schlagen. Damit ist vor allem das Schlagen im Affekt verboten, was wohl in fast allen Fällen vorkommt. Zudem hat das Schlagen, wie es der Koran beschreibt,  nach den Gelehrten eher einen symbolischen Charakter. Der Prophet Muhammad (s) drückte in Bezug auf das Schlagen der Frau sehr deutlich sein Missfallen aus: "Ist es für einen von euch wirklich möglich, seine Frau zu schlagen, als wäre sie eine Magd, und dann am Abend zu ihr zu gehen?"  Er selbst hat auch nie eine Frau geschlagen.  

Die muslimische Frau hat andere Möglichkeiten, in Konfliktsituationen gegen ihren Mann vorzugehen. Dazu kann sie andere Familienmitglieder einschalten.    
11. Kann eine muslimische Frau sich scheiden lassen?  

Die Scheidung ist das Verabscheuenswerteste unter den von Gott erlaubten Dingen und nur als letzter Ausweg zu betrachten. Eine Scheidung zu verhindern und eine Versöhnung der Ehepartner herbeizuführen, steht immer im Vordergrund. Deshalb wird im Falle eines Ehestreites aus der Familie des Mannes sowie aus der Familie der Frau jeweils ein Vermittler bestimmt, die versuchen sollten, zwischen den Ehepartnern zu schlichten (Koran 4:35). Grundsätzlich sieht der Islam die Möglichkeit der Scheidung für Mann und Frau vor. Im Koran wird ausführlichst dargelegt, wie die Scheidung im einzelnen erfolgt und wie die Zahlung des Unterhalts geregelt ist (2:226ff; 65:1ff).

Die Scheidungsprozedur kann sowohl durch den Mann als auch durch die Frau eingeleitet werden. Die nachfolgenden Mechanismen, die schließlich zur Scheidung führen, sind jedoch unterschiedlich. Bis zur endgültigen Scheidung leben die Ehepartner im gemeinsamen Haushalt zusammen. Diese Zeit soll dafür genutzt werden, zu einer Versöhnung zu finden und eine eventuelle Schwangerschaft bei der Frau festzustellen. Kommt es auch nach Ablauf dieses Zeitraumes zu keiner Einigung der Ehepartner, wird die Scheidung rechtskräftig.     
12.  Was geschieht im Falle einer Scheidung mit den Kindern?  

Diesbezüglich trifft der Koran nur Regelungen für Säuglinge. Diese sollen höchstens zwei Jahre lang von der Mutter gestillt werden. Für die anderen Kinder gilt nach der traditionellen Rechtswissenschaft: Die Mutter hat die Sorge bei Mädchen bis zur Pubertät oder bis zur Heirat, bei Jungen bis zum Alter von sieben Jahren oder bis zur Pubertät. Die gesetzliche Vertretung liegt jedoch beim Vater. Üblicherweise geht die Frau nach der Scheidung ohne die Kinder in ihr Elternhaus zurück. Damit wird ihr eine Wiederverheiratung leichter gemacht.   
13.  Warum tragen muslimische Frauen ein Kopftuch?  

Das Kopftuch der muslimischen Frau ist Teil ihrer gesamten Kleidung, die bestimmten Vorschriften unterliegt. Kleidungsvorschriften gibt es im Islam sowohl für den Mann als auch für die Frau.  und dienen dazu, die Würde und Achtung vor ihnen zu schützen. Muslime sollten grundsätzlich Kleidung tragen, die den Körper in der Weise bedeckt, dass die Figur nicht sichtbar wird, um das Interesse des anderen Geschlechts nicht auf sich zu lenken. Deshalb sollte die Kleidung weder zu eng anliegen noch durchscheinend sein. Da die Haare bzw. Frisur der Frau eine sehr wichtige Rolle für ihr Aussehen spielen und auch eine gewisse Anziehung ausüben können, gilt für Frauen zusätzlich, dass sie ein Kopftuch tragen. Grundlage für diese Regelungen ist die Koranstelle 24:31 sowie ein Ausspruch des Propheten Muhammad (s), nach dem von einer Frau nichts außer Gesicht und Händen zu sehen sein soll.  

Die obigen Bekleidungsvorschriften gelten in Anwesenheit fremder Männer, d.h. Männer, mit denen die Frau theoretisch eine Ehe eingehen könnte. Innerhalb der Familie, einem Teil der Verwandtschaft und unter Frauen kann die muslimische Frau sich auch ohne Kopftuch zeigen. Die betreffenden Personen werden in der oben genannten Koranstelle einzeln aufgezählt. Im Alter kann die Frau ihr Kopftuch ablegen (Koran 24:60). Da sie jedoch auch eine Vorbildfunktion für Jüngere hat, ist es besser für sie, sich weiterhin den islamischen Regeln entsprechend zu bedecken.  
Muslimische Mädchen kleiden sich, wenn die weiblichen Körperformen sichtbar werden (etwa mit Beginn der Pubertät), in der oben beschriebenen Art und Weise.    

14.  Hat eine muslimische Frau das Recht auf Bildung und Berufsausübung?  

Die Pflicht zur Bildung, d.h. das Streben nach Wissen gilt sowohl für den muslimischen Mann als auch die muslimische Frau. Ein Ausspruch des Propheten (s) lautet: "Das Streben nach Wissen ist eine Pflicht für jeden Muslim, Mann oder Frau." In der frühislamischen Zeit arbeiteten Frauen auf den verschiedensten Gebieten, manche zogen sogar mit in den Krieg, um dort die Verwundeten zu versorgen. Die erste Ehefrau des Propheten (s), Khadidscha, war eine angesehene Geschäftsfrau in Mekka, die Handelskarawanen unterhielt. Die Frau kann über ihr selbst verdientes Geld eigenständig und frei verfügen und ist nicht verpflichtet, davon etwas zum Familienunterhalt beizusteuern. Denn gemäß der Aufgabenverteilung in der Familie ist der Mann alleine verpflichtet, für die Familie zu sorgen (s. Frage 2). Die Tatsache, dass vielen muslimischen Mädchen eine weiterführende Ausbildung verwehrt wird, ist nicht auf den Islam zurückzuführen, sondern auf Traditionen.    

15.  Ist die Frau im Islam erbberechtigt?  

Im Koran heißt es: "Den Männern steht ein Teil von der Hinterlassenschaft ihrer Eltern und Verwandten zu, und ebenfalls den Frauen steht ein Teil von der Hinterlassenschaft ihrer Eltern und Verwandten zu, ob es wenig oder viel sei." (4:7) Grundlage für die unterschiedliche Behandlung der Frau in Erbangelegenheiten bildet der Koranvers 4:11: "Auf eines männlichen Geschlechts kommt bei der Erbteilung gleichviel wie auf zwei weiblichen Geschlechts." Dass die Frau "nur" die Hälfte des Anteils des Mannes bekommt, lässt sich damit erklären, dass der Mann allein dazu verpflichtet ist, für den Unterhalt der Familie aufzukommen (Koran 4:34); die Frau hingegen kann über ihren Erbanteil frei verfügen, ohne daß der Mann oder andere Familienangehörige einen Anspruch darauf erheben können (s. auch Frage 2 und 14).    
16.  Welche Gültigkeit hat die Zeugenaussage der Frau im islamischen Recht?  

Grundlage für den Sachverhalt der Zeugenaussage bildet der Koranvers 2:282: "Und lasset zwei Zeugen unter euren Männern es bezeugen, und wenn es keine zwei Männer gibt, dann sollen es bezeugen ein Mann und zwei Frauen von denen, die euch als Zeugen geeignet erscheinen, damit, wenn sich die eine der beiden irrt, die andere von ihnen daran erinnert." Das Hinzuziehen einer weiteren Frau dient als Schutz vor einer falschen Zeugenaussage, die im Islam hart bestraft wird, sowie als zusätzliche Sicherheit. Außerdem fällt der oben zitierte Vers in die Thematik von Darlehensverträgen und sollte auch nur in solchen Fällen Anwendung finden. Dass viele Gelehrte dies auch auf andere Bereiche übertrugen, ist unter den Muslimen strittig. Denn es gibt durchaus auch Fälle, in denen der Sachverstand der Frau gefragt ist (wie z.B. beim Geburtsrecht). Aber auch in einem so wichtigen Bereich wie der Religionswissenschaft genügte die Zeugenaussage einer Frau für die Übernahme vieler Aussprüche des Propheten (s). Aischa, eine Frau des Propheten (s), beispielsweise ist die wichtigste Überlieferin von Prophetenaussprüchen überhaupt.    
17.  Darf eine muslimische Frau in die Moschee gehen?  

Grundsätzlich steht die Moschee als Ort der Versammlung und des Gebets jedem Muslim offen, ob Mann oder Frau. Es gibt deutliche Aussprüche des Propheten, nach denen ein Mann seine Frau nicht daran hindern soll, in die Moschee zu gehen. Dass in einigen islamischen Ländern die Frauen sehr selten oder gar nicht in die Moschee gehen, ist eher auf die dortigen Traditionen und Sitten zurückzuführen als auf den Islam.     
18.  Welche Bedeutung hat Geschlechtertrennung im Islam?  

Im Koran wird die Geschlechtertrennung an zwei Stellen erwähnt (33:32f und 53), wobei jeweils von den Frauen des Propheten Muhammad (s) die Rede ist, die indes als sogenannte "Mütter der Gläubigen" eine Sonderstellung einnehmen. Über die Anwendung dieser Verse in der heutigen Praxis bestehen unterschiedliche Meinungen. Die einen bezeichnen die Geschlechtertrennung als Einrichtung zum Schutz der Familie und vor allem der Ehe. Andere dagegen meinen, dass sich die oben zitierten Verse nur auf die Frauen des Propheten beziehen und es möglich ist, dass Männer und Frauen auch zusammenarbeiten. Man setzt aber dafür eine gewisse Bildung und das Gefühl für Anstand auf beiden Seiten voraus, damit die Einhaltung der Regeln des Islam gewährleistet ist. Was das Alleinsein einer Frau mit einem nicht verwandten Mann angeht, so halten sich jedoch die meisten Gelehrten an den Ausspruch des Propheten Muhammad: "Wer an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt, darf nicht mit einer Frau allein sein, ohne dass ein Mahram (männlicher naher Verwandter, den zu heiraten der Frau untersagt ist) von ihr dabei ist, denn sonst wird der Satan der Dritte sein."     

19. Warum beten die Frauen hinter den Reihen der Männer?  

Bei einem Gebet, welches in der Gemeinschaft, also z.B. in der Moschee, verrichtet wird, beten die Frauen gewöhnlich entweder hinter den Männern oder auf einer Frauenempore getrennt von den Männern. Beim Gebet als einer gottesdienstlichen Handlung soll sich der Betende voll darauf konzentrieren können. Würden Männer und Frauen gemischt beten, ist diese Voraussetzung nicht mehr erfüllt, da die Ablenkung beiderseits zu groß ist (s. auch Frage 18).    

20. Darf ein muslimisches Mädchen eine intime Beziehung zu einem Jungen haben?  

Der Islam lehnt jede Art von außerehelicher intimer Beziehung zwischen den Geschlechtern grundsätzlich ab. Dies gilt sowohl für Mädchen als auch für Jungen. Allein die Ehe bietet den Rahmen für eine intime Beziehung zwischen Mann und Frau. Gegen eine Art Kameradschaft zwischen Mädchen und Jungen unter der Voraussetzung, dass beide die islamischen Regeln beachten, spricht jedoch nichts.    
21. Dürfen muslimische Mädchen am Turn- und Schwimmunterricht teilnehmen?  

Im Islam ist sportliche Betätigung jeder Art erlaubt und erwünscht. Dabei sollten aber die Grundregeln des Islam, im Falle des Turn- und Schwimmunterrichts vor allem die Bekleidungsvorschriften nicht verletzt werden. Deshalb ist es im Islam nicht erlaubt, dass Mädchen - und übrigens auch Jungen - ab der Pubertät an einem gemischten Sportunterricht teilnehmen. Viele muslimische Mädchen lassen sich aus diesem Grund vom Turn- und Schwimmunterricht in der Schule befreien. Dasselbe sollte natürlich auch für Jungen gelten. Die hier lebenden Muslime sind allgemein bestrebt, Möglichkeiten für sportliche Betätigungen zu schaffen, bei denen Männer und Frauen getrennt sind.     
Zurück zum Menüauf jeden Fall vorziehen. In Notfällen jedoch wie z.B. bei einem Unfall, bei einer Entbindung etc., in denen nur ein männlicher Arzt im Dienst ist, geht die Gesundheit der Frau vor.    

23. Kann eine muslimische Frau Maßnahmen zur Schwangerschaftsverhütung ergreifen?  

Es gibt im Islam kein Verbot der Verhütung, sofern dadurch die Gesundheit nicht geschädigt und eine Schwangerschaft nicht für immer unmöglich gemacht wird. Zur Zeit des Propheten Muhammad (s) wurde der sogenannte "coitus interruptus" praktiziert, und der Prophet hat dies gebilligt. Außerdem wird im Koran empfohlen, dass die Mutter ihr Kind zwei volle Jahre stillen soll (2:233); dies ist auch ein gewisser Schutz vor Schwangerschaft. Heutzutage gibt es allerdings modernere Methoden der Schwangerschaftsverhütung. Für welche Art der Schwangerschaftsverhütung sich ein muslimisches Ehepaar entscheidet oder ob es überhaupt Verhütungsmittel verwenden will, können die Ehepartner unter Berücksichtigung der familiären und gesundheitlichen Situation entscheiden. Die Tatsache, dass muslimische Ehepaare oft mehrere Kinder haben, ist nicht auf eine mangelnde Verhütungspraxis zurückzuführen, sondern auf ihre positive Einstellung zu Kindern.    

24. Ist Abtreibung im Islam erlaubt?  

Der Koran verbietet eindeutig das Töten von Kindern, unabhängig davon, ob sie bereits geboren wurden oder noch nicht: "Und tötet eure Kinder nicht aus Furcht vor Armut; Wir sorgen für sie und für euch. Wahrlich, sie zu töten, ist ein großer Fehler."(17:31) Die Mehrheit der muslimischen Gelehrten erlaubt die Abtreibung nur in den Fällen, wo das Leben der Mutter gefährdet ist.    

25.  Was sagt der Islam zur Adoption?  

Adoption, wie sie im westlichen Rechtssystem verstanden wird, kennt der Islam nicht. Ein Ehepaar hat aber durchaus die Möglichkeit, ein Kind zur Pflege aufzunehmen. Dieses Pflegekind behält aber seinen ursprünglichen Namen und übernimmt nicht den Familiennamen der Pflegeeltern, so dass seine Herkunft immer bekannt bleibt. Außerdem hat es nicht die gleichen Rechte wie ein leibliches Kind derselben Eltern wie z.B. in Erbangelegenheiten (Koran 33:4).

Nach der Beantwortung dieser Fragen kann man sich ein Bild über den wahren Islam machen. Natürlich ist das Verhalten der Menschen, die mit den Vorurteilen sehr behaftet sind, sehr unterschiedlich. Die Frage lautet, ob sich als Muslim angegebene Personen den wahren Islam vertreten können und ob Sie den Koran gelesen und verstanden haben ? Natürlich hat das ganze mit dem Bildungsstand der Muslime eng zu tun. Heutige Zeit sind viele pseudo islamische Organisationen, die als Terrororganisationen tätig sind und  viele Menschen in den Tod führen.Natürlich fragt man sich, von wem und von wo sie die Gelder bekommen. Sie haben mit Islam nichts zu tun und wir SfA - "Saarland für Alle "lehnen sie total ab.